Medikamente gegen Tinnitus: Gingium
Gingium ist eines der bekanntesten pflanzlichen Arzneimittel bei Tinnitus in Deutschland. Der Ginkgo-Extrakt soll die Durchblutung im Innenohr fördern und damit Ohrgeräusche lindern. Doch wirkt Gingium wirklich bei Tinnitus? Hier finden Sie alle Informationen zu Wirkung, Dosierung, Preisvergleich zwischen Gingium 120 mg und 240 mg sowie Erfahrungsberichte von Anwendern.
Was ist Gingium?
Gingium ist ein pflanzliches Arzneimittel, das auf Extrakten aus den Blättern des Ginkgo-biloba-Baumes basiert. Der standardisierte Ginkgo-Extrakt wird seit Jahrzehnten in der Medizin eingesetzt und ist besonders für seine durchblutungsfördernden Eigenschaften bekannt. Gingium enthält spezielle Wirkstoffe wie Flavonoide und Terpenlactone, die die Blutzirkulation im gesamten Körper, insbesondere aber im Gehirn und in den Ohren, verbessern können. Das Präparat wird häufig bei Durchblutungsstörungen, Gedächtnisstörungen und Tinnitus eingesetzt. In Deutschland ist Gingium als apothekenpflichtiges Medikament erhältlich und wird in verschiedenen Dosierungen angeboten.
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Wie wirkt Gingium bei Tinnitus?
Die Gingium Wirkung bei Tinnitus beruht auf mehreren Mechanismen. Der Ginkgo-Extrakt verbessert die Mikrozirkulation im Innenohr, was bei durchblutungsbedingtem Tinnitus zu einer Linderung der Ohrgeräusche führen kann. Zusätzlich wirkt Gingium antioxidativ und schützt die empfindlichen Haarsinneszellen im Innenohr vor Schädigungen durch freie Radikale.
Wie wirkt Gingium konkret? Die Flavonoide im Extrakt erweitern die kleinen Blutgefäße und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Dies führt zu einer besseren Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Hörzellen. Bei Gingium Tinnitus-Behandlungen zeigt sich die Wirkung allerdings nicht sofort – Patienten müssen das Präparat über mehrere Wochen einnehmen, bevor eine spürbare Verbesserung eintritt.
Wichtig zu wissen: Gingium wirkt vor allem bei Tinnitus, der durch Durchblutungsstörungen verursacht wird. Bei anderen Formen des Tinnitus, etwa durch Lärmschäden oder akustische Traumata, kann die Wirksamkeit eingeschränkt sein.
Gingium Dosierung
Die richtige Gingium Dosierung hängt von der Schwere der Beschwerden ab. In der Regel wird bei Tinnitus eine höhere Dosierung empfohlen als bei leichten Gedächtnisstörungen. Typischerweise wird Gingium in zwei Hauptdosierungen angeboten:
- Gingium 120 mg: Die Standarddosierung beträgt zweimal täglich eine Tablette (entspricht 240 mg Gesamttagesdosis). Diese Dosierung eignet sich für leichte bis mittlere Tinnitus-Beschwerden.
- Gingium 240 mg: Bei stärkeren Beschwerden kann einmal täglich eine 240-mg-Tablette eingenommen werden, oder in Absprache mit dem Arzt auch zweimal täglich (480 mg Gesamttagesdosis).
Die Gingium Dosierung sollte immer über einen längeren Zeitraum konstant beibehalten werden. Experten empfehlen eine Mindesteinnahmedauer von acht bis zwölf Wochen, um die volle Wirkung zu entfalten. Die Tabletten sollten mit ausreichend Flüssigkeit zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Gingium 120 mg und 240 mg: Preisvergleich
Der Preisvergleich für Gingium 120 mg (120 Stück) zeigt erhebliche Unterschiede zwischen verschiedenen Apotheken und Online-Anbietern. Die Packung mit 120 Filmtabletten à 120 mg liegt im Durchschnitt zwischen 35 und 55 Euro, abhängig von Anbieter und eventuellen Rabattaktionen.
Der Preisvergleich für Gingium 240 mg (120 Stück) ergibt einen Preis von etwa 45 bis 70 Euro für die große Packung. Auf den ersten Blick erscheint die 240-mg-Variante teurer, doch beim Vergleich der Tagestherapiekosten relativiert sich dieser Unterschied:
- Gingium 120 mg: Bei zweimal täglicher Einnahme (240 mg Tagesdosis) kostet eine 120er-Packung für 60 Tage etwa 0,60–0,90 Euro pro Tag
- Gingium 240 mg: Bei einmal täglicher Einnahme kostet eine 120er-Packung für 120 Tage etwa 0,40–0,60 Euro pro Tag
Spartipp: Die 240-mg-Variante ist pro Tag günstiger, wenn Sie die höhere Dosierung benötigen. Zudem sind größere Packungen (120 Stück) wirtschaftlicher als kleinere Packungsgrößen. Ein Preisvergleich zwischen Online-Apotheken lohnt sich – Unterschiede von bis zu 30 % sind keine Seltenheit.
Was ist besser: Gingium oder Tebonin?
Beide Präparate enthalten hochdosierten Ginkgo-biloba-Extrakt und unterscheiden sich in der Wirkung kaum. Der Hauptunterschied liegt im Preis und im verwendeten Extrakt:
- Gingium verwendet den EGb 761® Extrakt und ist häufig etwas günstiger. Die Wirkstoffkonzentration entspricht den pharmazeutischen Standards für Ginkgo-Präparate.
- Tebonin ist das Originalpräparat mit dem EGb 761® Extrakt und genießt aufgrund der langen Marktpräsenz einen hohen Bekanntheitsgrad. Tebonin liegt preislich oft etwas höher.
Beide enthalten den gleichen standardisierten Extrakt in vergleichbarer Qualität.
Ist bei Tinnitus Gingium oder Tebonin besser?
Beide Präparate wirken bei durchblutungsbedingtem Tinnitus auf die gleiche Weise. Studien zeigen für beide Medikamente vergleichbare Erfolgsraten von etwa 30–40 % bei Tinnitus-Patienten.
Entscheidend ist nicht die Marke, sondern:
- Die richtige Dosierung (mindestens 240 mg täglich)
- Die konsequente Einnahme über mindestens 8–12 Wochen
- Die Ursache des Tinnitus (bei Durchblutungsstörungen wirksamer)
Wenn Sie bereits gute Erfahrungen mit einem der beiden Präparate gemacht haben, sollten Sie dabei bleiben. Ansonsten kann Gingium aufgrund des besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses die erste Wahl sein.
Ab welchem alter kann man Gingium einnehmen?
Laut Fachinformation ist Gingium für Erwachsene und Jugendliche ab 18 Jahren zugelassen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Daten zur Wirkung und Sicherheit vor, weshalb eine Anwendung in dieser Altersgruppe nicht empfohlen wird.
Bei Kindern mit Tinnitus sollten zunächst andere Ursachen abgeklärt und alternative Behandlungsmethoden erwogen werden. Nach oben gibt es keine Altersbeschränkung – Gingium wird häufig gerade von älteren Patienten gut vertragen und eingesetzt.
Wo kann man Gingium kaufen? Apotheke und DM auch?
Wer Gingium kaufen möchte, findet das Präparat ausschließlich in Apotheken. Gingium ist apothekenpflichtig, was bedeutet, dass es nicht frei im Einzelhandel erhältlich ist. Die Apotheke Gingium-Verfügbarkeit ist jedoch flächendeckend gegeben – sowohl in lokalen Vor-Ort-Apotheken als auch in Online-Apotheken.
Viele frei verkäufliche Ginkgo-Präparate sind in Drogeriemärkten wie DM oder Rossmann erhältlich. Gingium selbst gibt es jedoch nicht bei DM, da es sich um ein zugelassenes Arzneimittel handelt. Bei DM finden Sie lediglich Nahrungsergänzungsmittel mit Ginkgo, die deutlich niedriger dosiert sind und nicht die gleiche Wirksamkeit wie Gingium bieten.
Ein Rezept ist für Gingium nicht erforderlich, es handelt sich um ein rezeptfreies Arzneimittel.
Was kostet Gingium (120 mg) in der Apotheke?
Als Orientierung dienen folgende Durchschnittspreise:
- Gingium 120 mg, 30 Stück: ca. 12–18 Euro
- Gingium 120 mg, 60 Stück: ca. 22–32 Euro
- Gingium 120 mg, 120 Stück: ca. 35–55 Euro
Die größeren Packungen sind wirtschaftlicher, besonders wenn Sie Gingium über mehrere Monate einnehmen möchten. Online-Apotheken bieten oft günstigere Preise als stationäre Apotheken – ein Vergleich lohnt sich. Achten Sie auf Versandkosten, die bei Bestellungen unter einem bestimmten Mindestbestellwert anfallen können.
Erfahrungen mit Gingium
Die Gingium Erfahrungen von Anwendern fallen unterschiedlich aus. Viele Patienten berichten von einer spürbaren Verbesserung ihrer Tinnitus-Symptome nach mehrwöchiger Einnahme. Typische positive Erfahrungen mit Gingium umfassen:
- Verringerung der Lautstärke des Ohrgeräuschs nach 6–8 Wochen
- Bessere Konzentrationsfähigkeit trotz Tinnitus
- Insgesamt verbesserte Durchblutung und Vitalität
- Gute Verträglichkeit mit wenigen Nebenwirkungen
Allerdings gibt es auch Anwender, bei denen Gingium keine merkliche Wirkung zeigte. Dies liegt häufig daran, dass ihr Tinnitus nicht durch Durchblutungsstörungen verursacht wird, sondern andere Ursachen hat (Lärmtrauma, Hörsturz, Stress). Einige Patienten brechen die Behandlung zu früh ab und erleben daher keine Wirkung, da Gingium Zeit braucht. Die meisten Anwender vertragen Gingium gut und berichten von keinen oder nur minimalen Nebenwirkungen.
Alternativen zu Gingium
Wer nach einer Alternative zu Gingium sucht, findet verschiedene Optionen sowohl im pflanzlichen als auch im schulmedizinischen Bereich:
Pflanzliche Alternativen:
- Tebonin: Enthält den gleichen Wirkstoff wie Gingium
- Ginkgo-Präparate anderer Hersteller: Achten Sie auf mindestens 240 mg Tagesdosis
- Kombinationspräparate: Ginkgo plus B-Vitamine oder Magnesium
Schulmedizinische Alternativen:
- Pentoxifyllin: Durchblutungsförderndes Medikament (verschreibungspflichtig)
- Betahistin: Bei Morbus Menière-bedingtem Tinnitus
- Kortison: Bei akutem Tinnitus (Hörsturz)
Nicht-medikamentöse Alternativen:
- Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT): Gewöhnungstherapie
- Kognitive Verhaltenstherapie: Hilft beim Umgang mit Tinnitus
- Hörgeräte mit Tinnitus-Noiser: Überdecken die Ohrgeräusche
- Entspannungstechniken: Yoga, Meditation, Progressive Muskelentspannung
Jede Alternative hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Sprechen Sie mit Ihrem HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker über die für Sie beste Option. Oft ist eine Kombinationstherapie am erfolgreichsten.
Gingium Nebenwirkungen
Wie bei jedem Arzneimittel können auch bei Gingium Nebenwirkungen auftreten, wobei diese in der Regel selten und mild sind. Die Gingium Nebenwirkungen sind insgesamt gut dokumentiert und betreffen nur einen kleinen Teil der Anwender. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen:
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen)
- Schwindel
- Allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Hautrötung)
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollten beachtet werden. Gingium kann die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten wie Marcumar, ASS oder neuen oralen Antikoagulanzien verstärken. Informieren Sie daher immer Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Die meisten Nebenwirkungen von Gingium sind vorübergehend und verschwinden nach einigen Tagen der Einnahme. Sollten schwere Nebenwirkungen auftreten oder die Beschwerden anhalten, sollten Sie die Einnahme abbrechen und Ihren Arzt konsultieren.
Kontraindikationen: Gingium sollte nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Ginkgo-biloba-Extrakt, erhöhter Blutungsneigung oder unmittelbar vor Operationen (mindestens 3–4 Tage Pause).
Gingium und Bluthochdruck
Grundsätzlich kann Gingium bei Bluthochdruck eingenommen werden, da es den Blutdruck nicht erhöht. Im Gegenteil: Einige Studien deuten darauf hin, dass Ginkgo-Extrakt durch seine gefäßerweiternde Wirkung sogar leicht blutdrucksenkend wirken kann.
Wichtige Hinweise für Bluthochdruck-Patienten:
- Gingium beeinflusst die Wirkung der meisten Blutdrucksenker nicht negativ
- Die durchblutungsfördernde Wirkung kann die Therapie sogar unterstützen
- Regelmäßige Blutdruckkontrolle ist dennoch empfehlenswert
- Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, besonders bei Kombinationstherapien
Bei gut eingestelltem Bluthochdruck spricht nichts gegen die Einnahme von Gingium. Die Kombination kann sogar vorteilhaft sein, da eine verbesserte Mikrozirkulation auch die Blutdruckregulation positiv beeinflussen kann. Dennoch sollten Sie jede neue Medikation mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
FAQs über Gingium
Wie lange kann man Gingium einnehmen?
Gingium kann langfristig eingenommen werden, da es sich um ein gut verträgliches pflanzliches Arzneimittel handelt. Die Mindesteinnahmedauer beträgt 8–12 Wochen für erste Effekte. Bei Tinnitus wird eine Therapie von 3–6 Monaten empfohlen.
Eine Langzeiteinnahme über mehrere Jahre ist möglich und sicher, wenn eine Wirkung festgestellt wurde. Studien zeigen, dass Gingium auch bei dauerhafter Einnahme keine Abhängigkeit erzeugt. Nach 3–6 Monaten sollte mit dem Arzt überprüft werden, ob die Therapie fortgesetzt werden soll.
Wie schnell wirkt Gingium?
Gingium wirkt nicht sofort – die volle Wirkung tritt erst nach 8–12 Wochen ein. In den ersten 4 Wochen baut sich der Wirkstoff im Körper auf, ohne spürbare Verbesserung.
Ab Woche 4–8 können erste leichte Effekte bei Durchblutung und Konzentration auftreten. Die Hauptwirkung bei Tinnitus zeigt sich zwischen Woche 8–12, wenn Ohrgeräusche leiser oder weniger belastend werden. Nach 12 Wochen ist die maximale Wirkung erreicht.
Diese verzögerte Wirkung liegt an der graduellen Verbesserung der Durchblutung durch den Ginkgo-Extrakt.
Wie gut ist Gingium?
Gingium zeigt moderate Wirksamkeit bei durchblutungsbedingtem Tinnitus mit einer Erfolgsrate von 30–40 %.
Vorteile:
- gute Verträglichkeit
- wenige Nebenwirkungen
- keine Abhängigkeit
- rezeptfrei erhältlich
- zusätzlicher Nutzen für Gedächtnis und Konzentration
Nachteile:
- verzögerter Wirkungseintritt (8–12 Wochen)
- nicht bei allen Tinnitus-Formen wirksam
- keine vollständige Heilung möglich
Fazit: Gingium ist als pflanzliches Arzneimittel besonders für leichten bis mittelschweren Tinnitus geeignet und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Therapieversuch über 3 Monate ist aufgrund der geringen Risiken empfehlenswert.
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