Behandlung entzündeter Ohrlöcher durch Ohrringe und Piercings

 Eine junge Frau, die Schmerzen ausdrückt

Es kann vorkommen, dass sich ein Ohrloch entzündet, obwohl es fachgerecht und unter Beachtung der hygienischen Vorschriften für die Vernarbung gestochen wurde. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie bei einem entzündeten Ohrloch vorgehen sollten.

Anzeichen einer Entzündung im Ohrloch

Es ist vergleichsweise simpel zu identifizieren, ob ein Ohrloch eine Entzündung aufweist. Die folgenden Symptome sind in solchen Fällen am häufigsten anzutreffen:

  • Rötung und Schwellung im Bereich der Wunde.
  • Pulsieren oder ein Wärmegefühl rund um das Piercing.
  • Schmerzen beim Berühren des Ohrlochs sowie eine übermäßige Empfindlichkeit.
  • Übelriechende Absonderungen in Form von gelber oder grünlicher Flüssigkeit (Eiter).
  • Fieber und eine weitere Schwellung am Ohrloch.

Schmerzen nach dem Stechen eines Ohrlochs sind normal und können einige Wochen andauern. Jedoch sollten andauernde Schmerzen oder zusätzliche Symptome wie Fieber, geschwollene Lymphknoten, Verhärtungen, Pulsieren oder Eiter genau beachtet werden.

Entzündungen werden im Allgemeinen durch bakterielle Infektionen verursacht und führen zu einer Ansammlung von Eiter im Bereich der Piercingwunde. Vernachlässigt man sie, kann eine chirurgische Drainage notwendig werden, was potenziell Narbenbildung zur Folge haben kann. In einigen Fällen können sich auch Knubbel (Keloiden) oder "Wildfleisch" als Reaktion auf die Verletzung bilden. Diese können von selbst verschwinden oder erfordern möglicherweise eine chirurgische Entfernung. Wenn weitere Symptome mit dem Granulom (gutartige, körnchenförmige Gewebeneubildung) auftreten, ist eine ärztliche Konsultation notwendig.

Warum entzünden sich Ohrlöcher durch Ohrringe?

Entzündete Ohrringe können verschiedene Ursachen haben.

Bakterielle Infektion

Eine häufige Ursache für entzündete Ohrringe ist eine bakterielle Infektion, die auftritt, wenn das Ohrschmuck oder das Ohrläppchen unsachgemäß behandelt wird. Bakterien können in das entzündete Ohrloch eindringen, was zu Schwellungen, Schmerzen und Eiterbildung führt. Die Entzündung kann durch unsaubere Hände, Schmuck oder Schmuckpflege verursacht werden. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, Ihre Hände gründlich zu waschen und sicherzustellen, dass Ihr Schmuck und Ohrläppchen sauber gehalten werden.

Nickelallergie

Ein weiterer möglicher Grund für Entzündungen ist eine Nickelallergie. Viele Ohrringe enthalten Nickel, und wenn Sie allergisch dagegen sind, kann dies zu Hautreaktionen führen, einschließlich Entzündungen, Juckreiz und Rötungen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie nickelfreien Schmuck tragen, der speziell für empfindliche Haut entwickelt wurde.

Was Ohrenschmerzen nach der Verabreichung des COVID-19-Impfstoffs betrifft, handelt es sich um äußerst seltene Nebenwirkungen. Es ist wahrscheinlicher, dass Ohrenschmerzen auf andere Ursachen zurückzuführen sind und nur selten direkt mit dem Impfstoff in Zusammenhang stehen.

Mangelnde Pflege

Unzureichende Pflege des Ohrlochs und des Ohrschmucks kann ebenfalls zu Entzündungen führen. Wenn Sie Ihr Ohrloch und Ihren Schmuck nicht regelmäßig reinigen und desinfizieren, können Schmutz, Schweiß und Bakterien ansammeln, was zu Entzündungen führen kann. Die Pflege des Ohrlochs und des Schmucks ist wichtig, um Entzündungen zu verhindern.

Schwerer Schmuck

Das Tragen zu schwerer Ohrringe kann das Ohrloch reizen und zu Entzündungen führen. Das Gewicht des Schmucks kann dazu führen, dass das Ohrloch gedehnt wird und sich entzündet. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, leichteren Schmuck zu tragen, der das Ohrloch nicht belastet.

Kleine Verletzungen

Selbst kleine Verletzungen am Ohr, wie Kratzer oder Hängenbleiben am Ohrschmuck, können Entzündungen auslösen. Diese Verletzungen können dazu führen, dass Keime in das Ohrloch gelangen und Entzündungen verursachen. Es ist wichtig, vorsichtig mit Ihrem Ohrschmuck umzugehen und sicherzustellen, dass er gut befestigt ist, um Verletzungen zu vermeiden.
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Was tun bei entzündeten Piercing im Ohr?

Wenn Anzeichen einer Entzündung oder allergischen Reaktion auftreten, kann man in den ersten 48 Stunden auf Hausmittel wie Salzlösung zurückgreifen. Sollte das Problem weiterbestehen oder Fieber auftreten, sollte umgehend ein Arzt hinzugezogen werden, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Zur häuslichen Behandlung sollte das Ohrloch zweimal täglich mit Salzlösung gereinigt werden. Diese Salzlösung kann entweder fertig gekauft oder zu Hause mit Wasser und Salz zubereitet werden. In manchen Fällen kann auch eine Apothekenbehandlung mit einer antibiotischen Salbe erwogen werden, wobei eine Beratung in Ihrer örtlichen Apotheke ratsam ist.

Ohrring aus dem entzündeten Ohrloch herausnehmen

Eine ältere Frau mit Schmerzen auf dem Sofa hält sich das Ohr

Bei einer Infektion sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie den Ohrring aus dem Ohr entfernen müssen. Wenn es notwendig ist, ihn zu entfernen, befolgen Sie die nachstehenden Schritte:

  • Hände waschen: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Hände vor dem Berühren des Ohrlochs sauber sind, um Infektionen zu vermeiden.
  • Ohrring desinfizieren: Reinigen Sie den Ohrring vorsichtig mit Alkohol oder Wasserstoffperoxid, um Keime zu reduzieren.
  • Vorbereitung: Legen Sie ein sauberes, weiches Tuch oder ein Wattepad bereit, um Sekretionen aufzufangen.
  • Entfernen des Ohrrings: Halten Sie den Ohrring vorsichtig vorne fest und ziehen Sie ihn in umgekehrter Richtung, in die er eingeführt wurde. Vermeiden Sie Gewalt und Schmerzen.
  • Reinigung: Säubern Sie das Ohrloch und das Ohr sanft mit einer milden desinfizierenden Lösung, wie verdünntem Wasserstoffperoxid oder steriler Kochsalzlösung.
  • Antibakterielle Salbe: Tragen Sie bei Bedarf eine antibiotische Salbe auf die entzündete Stelle auf.
  • Schmuck vermeiden: Lassen Sie den Ohrring für einige Tage oder bis zur vollständigen Heilung draußen, um dem Ohrloch Zeit zur Beruhigung zu geben.
  • Medizinische Hilfe: Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Entzündung schlimmer wird oder nicht innerhalb weniger Tage abklingt. Antibiotika oder andere Behandlungen können notwendig sein.

Entzündungen bei speziellen Ohrpiercings

Entzündungen bei speziellen Ohrpiercings wie Helix, Tragus, Rook oder Daith erfordern besondere Aufmerksamkeit. Um Entzündungen zu verhindern oder zu behandeln, sollten Sie folgende Schritte befolgen:

  • Konsultation des Piercers: Beim Stechen dieser speziellen Piercings sollten Sie sich vom Piercer die spezifische Pflege und Behandlung erklären lassen. Jedes Piercing kann unterschiedliche Anforderungen an die Heilungsdauer und die Hygienemaßnahmen haben.
  • Ärztliche Konsultation: Wenn sich die Entzündung nicht bessert oder sogar verschlimmert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann Ihnen weitere medizinische Behandlungen und Antibiotika verschreiben, um die Entzündung zu kontrollieren und zu heilen.
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Wann sollte ein Arzt konsultiert werden?

Falls die Entzündung innerhalb von 48 Stunden nicht abklingt oder Fieber auftritt, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt kann eine topische antibiotikahaltige Creme verordnen oder die Einnahme von Antibiotika empfehlen.

Während der Behandlung sollte die Wunde keiner direkten Sonneneinstrahlung, Sand, Schwimmbadwasser oder Kosmetika ausgesetzt werden. Der Ohrring sollte auch nur für die Reinigung entfernt werden und nicht länger. Eiter am Ohrloch sollte nicht ausgedrückt, sondern sanft mit einem Wattestäbchen entfernt werden. Die Entscheidung, ob der Ohrring bei einem entzündeten Ohrloch entfernt werden sollte, sollte mit einem Arzt abgestimmt werden.

Prävention von Ohrlochentzündungen

Um Ohrlochentzündungen vorzubeugen, ist es entscheidend, das Piercing von einem qualifizierten Profi in einem zugelassenen Studio stechen zu lassen. Eigenversuche sollten vermieden werden.

Außerdem sollten die vom Piercer empfohlenen Hygienemaßnahmen regelmäßig befolgt werden. Berührungen des Ohrlochs erfordern stets das vorherige Waschen der Hände.

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