Knacken im Ohr: Ursachen und Behandlung.

Eine ältere Frau mit Schmerzen auf dem Sofa hält sich das Ohr

Knacken im Ohr als verbreitetes Phänomen

Knacken im Ohr ist ein alltägliches Phänomen, das viele Menschen gelegentlich erleben. Dieses störende Geräusch kann vielfältige Ursachen haben und erfordert je nach Schweregrad unterschiedliche Behandlungsmethoden. In diesem Artikel werden wir die Ursachen des Ohrknackens, mögliche Behandlungen und vorbeugende Maßnahmen untersuchen.

Ursachen für Knacken im Ohr

Erkältung oder Allergie

Eine Hauptursache für das Knacken im Ohr ist eine Störung der Eustachischen Röhre. Diese Röhre verbindet das Mittelohr mit dem Rachen und sorgt für den Druckausgleich. Verstopfungen oder Schwellungen der Röhre können zu diesem charakteristischen Knackgeräusch führen.

Dies tritt häufig als Begleiterscheinung einer Erkältung oder eines Allergieausbruchs auf.

Belüftungsstörungen

Sollten Sie ein Knacken im Ohr beim Schlucken haben, kann das ein Indiz für Belüftungsstörungen sein.

Eine solche Störung rührt in der Regel von der Nase her. Allerdings können auch die Tuben betroffen sein, was auf ein Tubenmittelohrkatarrhs hinweisen kann. Sie sollten jedoch beachten, dass auch weitere Symptome wie Schmerzen vorliegen müssen.

Ansammlung von Ohrenschmalz

Überschüssiges Ohrwachs kann ebenfalls Knacken verursachen. Ohrwachs ist ein natürlicher Schutzmechanismus, kann aber zu Problemen führen, wenn es sich ansammelt.

Stressbedingter Tinnitus

Tinnitus, das Wahrnehmen von Geräuschen im Ohr ohne äußere Quelle, kann in einigen Fällen das Knacken im Ohr verursachen. Wenn ein solches Knacken auf stressbedingten Tinnitus zurückzuführen ist, ist es wichtig, Ihren Stress zu reduzieren.

Kiefergelenksstörungen

Kieferknacken, auch Kiefergelenkknacken genannt, kann durch Fehlfunktionen oder Entzündungen des Kiefergelenks verursacht werden.

Dieses unangenehme Geräusch tritt auf, wenn das Kiefergelenk bewegt oder belastet wird und äußert sich oft als Knacken, Klicken oder Knirschen beim Kauen. Neben dem Geräusch können auch Symptome wie dumpfer Schmerz im Gelenk- und Ohrbereich, Zahnschmerzen, Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes und Kopfschmerzen auftreten. Diese Beschwerden können unabhängig von der Mahlzeit auftreten und langfristige Belastungen für den Betroffenen darstellen.

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Was tun bei ständigen Knackgeräuschen?

Wenn Sie ständige Knackgeräusche oder Knistern in Ihren Ohren erleben, könnte dies ein Hinweis auf eine verstopfte Eustachische Röhre sein. In vielen Fällen löst sich dieses Problem von selbst, aber wenn die Symptome anhalten und Schmerzen verursachen, ist es ratsam, sich an Ihren Hausarzt zu wenden. Ihr Arzt kann die genaue Ursache feststellen und entsprechende Maßnahmen zur Linderung Ihrer Beschwerden empfehlen.

Diagnose von Knackgeräuschen im Ohr

Wenn Sie ein knackendes und knisterndes Geräusch im Ohr wahrnehmen, ist es wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln. Eine korrekte Diagnose kann bei der Behandlung der Erkrankung helfen. Die Diagnose von Knacken im Ohr kann eine Kombination aus körperlicher Untersuchung, Hörtests, bildgebenden Untersuchungen und anderen Tests umfassen.

1. Körperliche Untersuchung

Bei der Untersuchung sucht der Arzt nach sichtbaren Anomalien im Gehörgang und am Trommelfell. Außerdem wird er auf Anzeichen einer Infektion oder Entzündung achten. Zur Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells kann der Arzt ein Otoskop, ein kleines Handgerät mit Licht, verwenden.

2. Bildgebende Untersuchung

Zur Diagnose von Knackgeräuschen im Ohr können bildgebende Untersuchungen erforderlich sein. Diese Tests können helfen, strukturelle Anomalien oder Schäden am Ohr zu erkennen. Einige der bildgebenden Tests, die eingesetzt werden können, sind:

  • CT-Scan: Bei einem CT-Scan werden mithilfe von Röntgenstrahlen detaillierte Bilder des Ohrs und der umliegenden Strukturen erstellt. Dieser Test kann helfen, Anomalien in den Knochen oder dem Gewebe des Ohrs zu erkennen.
  • MRT: Bei einer MRT werden mithilfe starker Magneten und Radiowellen detaillierte Bilder des Ohrs und der umgebenden Strukturen erstellt. Dieser Test kann helfen, Anomalien des Weichgewebes oder Nervenschäden zu erkennen.

3. Hörtest

Mit einem Hörtest, auch Audiometrie genannt, wird Ihre Fähigkeit, Töne zu hören, gemessen.

Bei diesem Test tragen Sie einen Kopfhörer und hören eine Reihe von Tönen in verschiedenen Frequenzen und Lautstärken. Anhand der Testergebnisse lässt sich feststellen, ob ein Hörverlust oder eine Schädigung des Innenohrs vorliegt.

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Behandlungsmethoden für Knacken im Ohr

Medikamente und Hausmittel

Entzündungshemmende Medikamente oder abschwellende Nasensprays können effektiv dazu beitragen, das lästige Ohrknacken zu mildern, indem sie Schwellungen reduzieren und die Eustachische Röhre entlasten.

Eine weitere hilfreiche Methode ist das regelmäßige Halten der Nase und das Pressen mit geschlossenem Mund, ähnlich wie beim Schnäuzen. Dies sollte etwa alle 15 Minuten für einige Tage praktiziert werden. Oftmals verschwindet dadurch bereits das Klacken und Klicken im Ohr.

Zusätzlich kann eine Nasenspülung mit Kochsalzlösung zweimal täglich durchgeführt werden, um die Schleimhaut zu pflegen und Schwellungen zu reduzieren.

Um den Druckausgleich im Ohr zu fördern, kann es auch nützlich sein, bewusst zu gähnen oder regelmäßig Kaugummi zu kauen. Diese einfachen Maßnahmen können dazu beitragen, das Ohrknacken zu lindern und Ihnen Erleichterung zu verschaffen.

Arztbesuch und medizinische Maßnahmen

Es ist wichtig zu beachten, dass bei schwerwiegenderen Ursachen wie Mittelohrentzündungen, langanhaltendem Paukenerguss oder anderen problematischen Faktoren ein Arztbesuch unverzichtbar ist.

Der Arzt kann dann entsprechende medizinische Maßnahmen empfehlen, einschließlich der Verschreibung von geeigneten Medikamenten oder, in dringenden Fällen, einer Operation.

Ohrwachs-Entfernung

Eine Ansammlung von Ohrwachs kann durch einen HNO-Arzt entfernt werden, um das Knacken zu beheben.

Tinnitus-Therapie

Personen, bei denen das Knacken auf Tinnitus zurückzuführen ist, können von Tinnitus-Retraining-Therapie oder kognitiver Verhaltenstherapie profitieren.

Kiefergelenksbehandlung

Bei Kiefergelenksstörungen kann gezielte Physiotherapie oder die Einnahme von Schmerzmitteln das Ohrknacken lindern.

Vorbeugung von Ohrknacken

Ein Arzt mit einem Stethoskop

Die Prävention von Ohrknacken ist von großer Bedeutung. Hier sind einige nützliche Tipps zur Erhaltung der Gesundheit Ihrer Ohren:

  1. Ohrhygiene: Regelmäßige und sanfte Ohrreinigung kann dazu beitragen, das Risiko einer Ansammlung von Ohrwachs zu reduzieren. Beachten Sie jedoch, dass das Trommelfell nicht durch Watte oder andere Gegenstände im Ohr verletzt werden sollte.
  2. Schutz vor Lärm: Schützen Sie Ihre Ohren vor lauten Geräuschen, um das Risiko von Tinnitus und anderen Gehörproblemen zu minimieren. Das Tragen von Gehörschutz bei lauten Aktivitäten oder am Arbeitsplatz kann entscheidend sein.
  3. Allergiebewältigung: Wenn Allergien Ihre Eustachische Röhre beeinflussen, reduzieren Sie Allergene in Ihrer Umgebung und nehmen Sie geeignete Medikamente ein, um allergische Reaktionen unter Kontrolle zu halten. Dies kann dazu beitragen, Entzündungen der Eustachischen Röhre zu verhindern.
  4. Stressabbau: Da Stress das Risiko von Tinnitus und Kiefergelenksstörungen erhöhen kann, ist eine effektive Stressbewältigung von großer Bedeutung. Entwickeln Sie Techniken zur Stressreduktion wie Entspannungsübungen, Meditation oder Sport, um das Risiko von Ohrknacken zu minimieren.
  5. Rauchen aufgeben: Rauchen kann die empfindlichen Strukturen des Ohrs schädigen, was zu Knistern und anderen Problemen führt. Deshalb ist es wichtig, das Rauchen aufzugeben, um Knistergeräusche im Ohr zu vermeiden.

Durch die Beachtung dieser Präventionsmaßnahmen können Sie die Gesundheit Ihrer Ohren fördern und das Auftreten von Ohrknacken reduzieren.

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