Können Hörgeräte Allergien oder Entzündungen verursachen?

 Eine junge Frau, die Schmerzen ausdrückt

Hörgeräte spielen eine entscheidende Rolle bei der Steigerung der Lebensqualität, jedoch könnten bei ihrer Anwendung potenziell Nebenwirkungen wie leichte Allergien, gelegentliche Infektionen und geringfügige Entzündungen auftreten. Bei ordnungsgemäßer Anwendung sollten keine Probleme auftreten, obwohl für besonders empfindliche Personen oder Allergiker stets ein geringes Restrisiko besteht. Falsches Tragen oder die Missachtung von Vorsichtsmaßnahmen können jedoch die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöhen.

Im Weiteren wird detailliert erläutert, welche Nebenwirkungen von Hörgeräten auftreten können und wie sie effektiv vermieden werden können.

Wenn Sie Unsicherheiten oder Fragen zu den möglichen Nebenwirkungen Ihrer Hörgeräte haben, zögern Sie nicht, sich an Ihren Hörgeräteakustiker oder Arzt zu wenden. 

Welche Nebenwirkungen kann ein Hörgerät haben?

Die grundlegende Funktion von Hörgeräten liegt darin, den Hörverlust auszugleichen, indem sie die Lautstärke der wahrgenommenen Töne verstärken. Dies erhöht den Schalldruck auf das Gehör und unterdrückt gleichzeitig störende Geräusche. Die Verwendung von Hörgeräten sollte nur nach einer ärztlichen Verordnung durch einen HNO-Arzt erfolgen. Trotz sorgfältiger Anwendung können jedoch Nebenwirkungen auftreten, insbesondere während der Anpassungsphase, wenn Gehör und Gehirn sich an neue Reize gewöhnen. Dies kann zu plötzlicher Lautstärke in der Umgebung und anfänglich unangenehmen Empfindungen bei der eigenen Stimme führen. Mögliche Nebenwirkungen von Hörgeräten umfassen: 

  • Entzündungen 
  • Allergische Reaktionen
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen
  • Geistige Irritationen

Die Beachtung ärztlicher Empfehlungen und eine präzise Anpassung durch Fachleute können dazu beitragen, diese Nebenwirkungen zu minimieren.

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Infektionsrisiken bei Hörgeräten

Die Anwendung eines Hörgeräts setzt einen dauerhaften Kontakt mit dem Ohr voraus, was potenzielle Komplikationen wie Entzündungen im Ohr, oder gelegentlich sogar Otomykosen (Pilzinfektionen des Gehörgangs) zur Folge haben kann. Es ist ratsam, bei der Auswahl eines Hörgeräts die Empfindlichkeit der Haut oder mögliche Hautallergien zu berücksichtigen.

Kein Hörgerät bei Ohrinfektion tragen

Es ist im Allgemeinen empfehlenswert, kein Hörgerät zu verwenden, wenn eine Ohrinfektion vorliegt. Insbesondere bei geschwollenen und empfindlichen Ohren könnte das Hörgerät die Schmerzen verstärken. Zudem hindert es daran, dass ausreichend Luft an das Ohr gelangt, während die Infektion abheilen soll. Das Einsetzen und Herausnehmen des Hörgeräts könnte auch zusätzliche schädliche Bakterien in das Ohr bringen und dazu führen, dass Risse und Schnitte in der Haut entstehen, was eher die Infektion fördert als zur Heilung beiträgt.

Hautallergien und Allergien durch Hörgeräte

Obwohl Hörgeräte-Allergien selten auftreten, können sie unter bestimmten Bedingungen vorkommen, insbesondere bei besonders empfindlicher Haut. Ein Hörgerät kann durch Reibung auf der Haut eine Dermatitis oder kleine Hautentzündung verursachen, insbesondere wenn die Haut zuvor mit einer Seife oder Creme behandelt wurde, die bestimmte Reizstoffe enthält. Es ist jedoch entscheidend zu betonen, dass ein ordnungsgemäß eingesetztes Hörgerät keine Reibung auf der Haut verursachen sollte. Um das Risiko von allergischen Reaktionen zu minimieren, ist es ratsam, bei der Auswahl von Hautpflegeprodukten auf reizende Inhaltsstoffe zu achten und sicherzustellen, dass das Hörgerät korrekt positioniert ist. 

Die Kontaktdermatitis manifestiert sich als allergische Reaktion, die sich im Bereich des Ohres entwickeln kann, wenn es mit spezifischen Substanzen in Berührung kommt. Dies können beispielsweise Nickel in Ohrringen, der Kunststoff von Kopfhörern oder Chemikalien in Kosmetika sein. Die erfolgreiche Behandlung dieser Dermatitis erfordert die genaue Identifikation und Eliminierung der Auslöserstoffe der Allergie. Zur Linderung von Schwellungen und Juckreiz kann der behandelnde Arzt zudem eine Creme mit kortikosteroidhaltigen Inhaltsstoffen empfehlen.

Darüber hinaus kann die Kontaktdermatitis im Gesicht Auswirkungen auf die Ohren haben, wenn allergieauslösende gegen Hörgerät Substanzen wie Metalle oder Kosmetika in Kontakt kommen. Die genaue Identifizierung dieser Auslöser und die Anwendung angemessener Pflegemaßnahmen spielen eine zentrale Rolle in einer umfassenden Behandlung.

Behandlung einer Hörgeräte-Allergie

Bei einer allergischen Reaktion ist es ratsam, den Auslöser zu identifizieren und entsprechend das Hörgerät zu entfernen. Fachärzte stehen für die Beratung über geeignete Maßnahmen zur Verfügung, um Hautallergien zu behandeln. Zur Reduzierung der allergischen Symptome können Tropfen, Cremes oder verschreibungspflichtige Medikamente erforderlich sein. Es wird daher empfohlen, im Falle des Auftretens allergischer Symptome auch einen Arzt aufzusuchen, um eine angemessene Behandlung zu erhalten.
Eine Person hat Hörschwierigkeiten auf einem Ohr
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Kann das Hörgerät im Ohr Juckreiz verursachen?

Anzeige eines bestimmten Teils des Hörgeräts am Patienten

Die Verbindung zwischen Hörgeräten und der Hautgesundheit ist von großer Bedeutung. Ein gut sitzendes Hörgerät ist entscheidend für Tragekomfort und optimale Hörergebnisse. Jedoch kann der enge Kontakt der Otoplastik mit der Haut zu Feuchtigkeitsansammlungen führen, was wiederum Juckreiz begünstigt. Diese irritierte Haut kann nicht nur lästig sein, sondern auch das Risiko von allergischen Reaktionen und Infektionen erhöhen. 

Um optimale Hörergebnisse und einen angenehmen Tragekomfort ohne unangenehmes Verrutschen oder Herausfallen zu gewährleisten, ist eine korrekte Passform des Hörgeräts entscheidend. Jedoch kann durch den engen Kontakt der Otoplastik mit der Haut Feuchtigkeit im Gehörgang gesammelt werden. Wenn die Haut daraufhin aufweicht, kann dies zu Juckreiz im Ohr führen. 

Tipps zur Vermeidung von Hörgeräte-Nebenwirkungen

Die Auswahl des passenden Hörgeräts erfordert besondere Aufmerksamkeit, insbesondere für Personen mit spezifischen Allergien. Es ist wichtig, die Materialien des Hörgeräts genau zu überprüfen; sämtliche Stoffe sollten gründlich getestet und zertifiziert sein. Zudem ist es empfehlenswert, sich stets von Fachleuten beraten zu lassen, da sie in der Lage sind, die optimalste Lösung für die individuellen Bedürfnisse jedes Hörgeräteträgers zu finden. 

Eine regelmäßige Reinigung des Hörgeräts ist entscheidend, um Allergien und Entzündungen vorzubeugen und die optimale Funktionalität zu gewährleisten.

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